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Urlaubsgebiet Osttirol.
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Der Martinstag
Das Osttirol ist tief mit zahlreichen Traditionen verwurzelt, so auch mit dem Martinstag, den 11. November, welcher eigentlich die vielen Bräuche der vorweihnachtlichen Zeit einläutet.
In zahlreichen Kirchen steht auf vielen Altären das Bild des Hl. Martin. Früher, bei den Bauern, galt dieser Tag als Zins- und Abrechnungstermin, denn am Martinstag haben die Bauern ihr Arbeitsjahr beschlossen, der Winter wurde eingeleitet und für die Bauern begann eine ruhigere Zeit.
In der heutigen Zeit sind es vor allem die Kinder, die sich auf diesen Tag besonders freuen, denn in fast jedem Ort finden die Martinsumzüge statt. Zahlreiche Kinder, im Kindergarten- und Schulalter, ziehen mir ihren meist selbergebastelten Laternen durch die Dörfer und singen das Martinslied „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir…“.
Martin von Tours wurde in Ungarn geboren und war Offizier des römischen Kaisers. Einer Legende nach, begegnete er in einer kalten Winternacht einen Bettler, der nur noch wenig Kleider trug und vor Kälte zitterte. Martin nahm alsdann sein Schwert und schnitt damit seinen eigenen Mantel in zwei Teile. Eine Hälfte gab er dem Armen, die andere legte er sich selbst wieder um. In der folgenden Nacht soll Jesus Christus dann dem Martin im Schlaf erschienen sein und jenes Mantelstück getragen haben, das Martin dem Bettler am Vorabend gegeben hatte. Martin quittierte dann mit 40 Jahren seinen Dienst im Heer, wurde Missionar und wirkte seit 371 als Bischof von Tours.
Weit verbreitet ist auch die Martinsgans. Eine Legende dazu erzählt, dass sich Martin der Verantwortung als Bischof für unwürdig hielt und sich deshalb vor der Bischofsweihe in einem Gänsestall versteckt haben soll. Das Geschnatter der Gänse aber verriet sein Versteck und so konnte Martin doch noch zum Bischof geweiht werden. Wahrscheinlicher aber ist, deshalb ist der Hl. Martin auch oftmals mit einer Gans abgebildet und deshalb gibt es auch heute noch den Brauch der Martinsgans , dass am Martinstag die Geistlichkeit und hohen Herren ihre Zinsen an Hühnern und Gänsen empfing. Foto: shutterstock
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