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Aguntum bei Lienz
„Zwergenstadt“, so nannte man Aguntum in Osttirol noch im 16. Jahrhundert, denn wer sollte auch sonst in den niedrigen Gemäuern knapp 4km außerhalb von Lienz hausen? Nach zunächst kleineren Funden folgten später wahre Schätze und so wurde der Wunsch laut, die einzige Römerstadt auf Tiroler Boden, „Municipium Claudius Aguntum“, endlich aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken.
Noch heute ist längst nicht alles freigelegt, so sind etwa zurzeit Teile der Stadtmauern, das Atriumhaus, ein Handwerkerviertel, die Thermenanlage mit Hypokaust-Heizung und eine frühchristliche Grabeskirche zu sehen. Einst aber war Aguntum in Osttirol, italienisch Tirolo Orientale, ein florierendes Handelszentrum für Metall, Holz, Vieh und Käse, bis die Slawen die hier ansässigen Bajuwaren vertrieben, Aguntum verkam und dafür Lienz seinen Aufschwung erlebte.
Die Forschungsarbeit der Archäologen und Historiker wird immer noch fortgeführt und seit Juni 2005 widmet sich nun ein Museum der Geschichte Aguntums. Spannende Führungen bringen Licht ins Dunkel der Römerzeit, auch die Ausgrabungsstätten können besichtigt werden und vielleicht erraten ja Sie die Bestimmung für den in Europa so untypischen Rundbau, der immer noch Fragen aufwirft?
Kontakt: Tel +43 04852 61550
Weitere Informationen zu Aguntum in Lienz.
Foto: Simfunkel -
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